„Film“ als Studienfach

Wie man sieht handelt es sich bei dem Film- und Fernsehbusiness um ein vielfältiges Feld, welches hundert und tausend unterschiedliche Rollen und dementsprechend Anforderungen an jene Rollen fordert. Um einen Film zu drehen benötigt es Menschen, welche im künstlerischen Bereich tätig sind, wie auch Mitarbeiter im organisatorischen und wirtschaftlichen Bereich. Zum künstlerischen Teil gehören unter anderem Schauspieler, Regisseure, Mitarbeiter im Bereich Kamera, Belichtung, Kostüme, Maske, Tonschnitte und Spezialeffekte. Genau so sind im wirtschaftlichen Bereich unterschiedliche Rollen erforderlich. Dies beginnt mit Finanziers von Filmen, Leiter der Produktion, Produzenten und Sponsoren.

Der Bereich Film und Fernsehen kann in Deutschland an Filmakademien und Hochschulen mit Fokus auf Medien studiert werden. Meistens handelt es sich dabei um ein Bachelor Studium, welches in 6 oder 7 Semestern abgeschlossen werden kann. Bei dem Studium können unterschiedliche Fokusse gesetzt werden, unter anderem Drehbuch/Regie, Produktion, Kamera, oder Animation. Das Studium richtet sich an künstlerisch Interessierte, welche sowohl im gestalterischen als auch im wirtschaftlichen Bereich der Produktion für Film und Fernsehen tätig sein wollen. Das Studienprogramm soll Studenten das Handwerk beibringen, um in der Filmwirtschaft sowohl im kreativen Bereich als auch im organisatorisch wirtschaftlichen Bereich best möglich vorbereitet zu sein.

Zu unterscheiden ist da Filmstudium von der klassischen „Schauspielschule“, welche der klassischen Ausbildung von Berufsschauspielern dient. In Deutschland unterscheiden sich die Schauspielschulen in staatliche Schauspielschulen und private Schauspielschulen. Die Ausbildung an privaten Schauspielschulen dauert in der regel 3 bis 4 Jahre.

Auffallend ist, dass Interessierte und Bewerber an fast allen Schauspielschulen eine Aufnahmeprüfung ablegen müssen. Dieser Test soll Grundkenntnisse und Fähigkeiten der Bewerber testen. Es soll sichergestellt werden, dass die Studenten, welche das beste Rüstzeug mitbringen, auch die Möglichkeit haben ihre Kenntnisse im Studium aus und auf zu bauen. Durch die hohen Bewerberzahlen und die wenigen Positionen werden weniger als 10% der Bewerber an den öffentlichen Schauspielschulen in Deutschland angenommen.