Junges Mädchen rettet die Welt

Viele junge Mädchen träumen davon, später einmal ein selbstständiges Leben zu führen und einem spannenden Job nachzugehen. Die meisten Mädchen wünschen sich, vor allem einer sinnstiftenden Tätigkeit nachzugehen, mit der sie etwas bewegen können. Dazu gehören in erster Linie soziale Berufe, in denen sie anderen Menschen direkt Hilfestellung leisten können. Immer mehr junge Frauen entscheiden sich auch für naturwissenschaftliche Studiengänge, die vor ein paar Jahrzehnten fast ausschließlich von Männern absolviert wurden. Sie möchten vor allem einen sicheren Job mit einem guten Gehalt, das garantiert, dass sie sich nicht von einem Mann oder anderen Personen abhängig machen müssen. Zudem werden junge Frauen immer abenteuerlustiger und träumen nicht selten davon, allein die Welt zu bereisen und in ferne Kulturen einzutauchen.

 

Pippi ging nicht zur SchuleImmer mehr Spielfilme handeln von solchen Frauen und können als Inspiration für einen solchen Lebensstil herangezogen werden. Wer solche Filme mag, sollte sich aber auch ältere Werke nicht entgehen lassen. Pippi Langstrumpf wurde zum Beispiel bereits 1969 verfilmt und diente vielen Mädchen als Vorbild. Dieser fiktionale Charakter sehnte sich mehr als alle anderen nach Freiheit, Abenteuer und Unabhängigkeit. Mit gerade mal neun Jahren schien sie all das zu haben. Sie hatte zum Beispiel mehr als genug Goldmünzen, um finanziell unabhängig zu sein. Zudem wohnte sie gemeinsam mit ihren zwei besten Freunden in der Villa Kunterbunt: Meist saß ein kleiner Affe (Herr Nilsson) auf ihrer Schulter oder baumelte an der Deckenlampe und auf ihrer Veranda wohnte ein sympathisches Pferd (Kleiner Onkel). Um gesellschaftliche Konventionen scherte sie sich nicht und machte sich das Leben tatsächlich so, wie es ihr gefiel. Für Schuhe für Teenager oder sonstige Modeartikel interessierte sie sich reichlich wenig. Stattdessen begab sie sich lieber auf verrückte Abenteuer. Sie war frei von alltäglichen Routinen wie Schule und Hausaufgaben und lebte völlig autark. Immer wenn sie dachte, dass ihre Mutter durch ein Loch im Himmel auf sie herabschauen würde, winkte Pippi und sagte: „Mach dir keine Sorgen, Mama. Ich kann auf mich selbst aufpassen.“ Und das konnte dieses beeindruckende Mädchen auch.

Nicht nur fiktionale Heldinnen

 

Durch ihren Mut, ihre Selbstständigkeit und ihren starken Charakter wurde die kleine Pippi weltberühmt. Von vielen Mädchen wurde sie sogar als Heldin gefeiert und diente als großes Idol. Manche bezeichnen sie sogar als Vorbild für die Frauenbewegung und loben ihren Einfluss auf die Gleichberechtigung. Dabei ist die schwedische Rebellin durchaus umstritten. Nichtsdestotrotz kann wohl kaum jemand bezweifeln, dass sie weltweit Millionen Frauen dazu ermutigt hat, Spaß zu haben, an sich selbst zu glauben und die eigenen Fähigkeiten zu nutzen. Zum Glück gibt es in der heutigen Zeit für junge Frauen aber nicht nur fiktionale Vorbilder, sondern auch jede Menge realer Mädchen und Frauen, die in der Welt viele Dinge positiv verändert haben. Immer wieder gibt es Schlagzeilen von Mädchen, die von der Zivilcourage, dem Mut, den Fähigkeiten und der Intelligenz dieser beeindruckenden Personen berichten. Im Jahr 2017 rettete zum Beispiel eine Zehnjährige einem Dreijährigem in einem Erlebnisbad das Leben, als dieser zu ertrinken drohte. 2015 rettete ein gerade mal fünfjähriges Mädchen seinem Vater das Leben, indem es eigenständig den Notruf wählte. Diese Kinder haben vielleicht nicht die ganze Welt gerettet, aber zweifelsohne gezeigt, wozu Mädchen fähig sein können.