Computeranimierte Filme

Bei einer Computeranimation werden Animationen durch computergestützte Technik erstellt. In der Filmbranche wurden rein durch Computeranimation erzeugte Figuren zum ersten mal in den 90er Jahren eingesetzt. Die Grundtechnik jedoch wurde schon viele Jahrzehnte früher erfunden. Bereits bei Zeichentrickfilmen wurde die sogenannte Schlüsselbildanimation eingesetzt, welche den Grundstein für die Computeranimation lieferte.

Der erste wirkliche Animationsfilme ist „Toy Story“ aus dem Jahr 1995. Der Film war ein entscheidendes Ereignis in der Geschichte von Animationfilmen und galt als der erste komplett mit Computern produzierte Animationsfilm der Geschichte. Pixar Studios und Walt Disney Studios bewiesen dass es möglich ist, rein mit Computersimulation menschlich wirkende Computerfiguren herzustellen und zu erschaffen. Die meisten Animationsfilmer waren skeptisch, ob es möglich ist Figuren rein am Computer zu erschaffen und sympathisch wirken zu lassen. Ein gewiefter Zug von den Filmschaffenden war es, Spielfiguren als Hauptdarsteller zu nutzen, da im Jahre der Herstellung, 1995, die technischen Möglichkeiten noch weit aus begrenzter waren als sie heute sind. Heut zu Tage ist es kein Problem mehr, computeranimierte Menschen und Tiere zu erschaffen. Für Toy Story waren über 100 Computer im Einsatz um mehr als 100,000 Bilder zu produzieren.

3 Produktionsschritte in computeranimierten Filmen

1. Design des Charakters

Zur Erschaffung einer computeranimierten Figur oder Person muss ein Referenzcharakter erstellt werden, welcher als digitale Schablone für die zu erstellende, animierte Figur gilt. Um alle Aspekte und alle optischen Sichtweisen der Figur zu sehen und zu verstehen wird die animierte Figur von allen Seiten gezeichnet. Dies ist notwendig um später eine lebendig wirkende Figur am Computer zu erzeugen. Das Model der Figur sollte real wirken und physisch stabil sein, um eine logisch erscheinende Figur zu erstellen. Oftmals wird dieses Model auf physisch, in Form aus Ton oder Lehm geformt und erst später digital im Computer eingelesen und erarbeitet.

2. Modellierung

Bei der Modellierung der Figur kommen geometrische Formen zum Einsatz, unter anderem Polygone. Ein Polygon, oder auch „Vieleck“ bezeichnet, ist eine geometrische Form, bei der drei oder mehr Eckpunkte miteinander verbunden sind. So können „Rohformen“ oder Gerüste der Figur erzeugt werden, welche später um Leben erweckt werden. Bei dieser Rohform ist wichtig, dass Körperbewegungen eingebracht werden, damit diese später echt aussehen und menschen ähnlich wirken. Am Schluss werden diese Rohformen mit Klamotten oder Haut „überzogen“, so dass sie immer mehr einer menschlichen Form ähneln.

3. Animation

Der letzte Schritt beschreibt die tatsächliche Animation. Für die Animation werden vier Arbeitsschritte benötigt. Das so genannte Blocking-out, die Erstellung der Hauptposen und die Feinbearbeitung.

Das Blocking-out beschreib den Prozess, bei dem die erstellte Figur in sämtliche Umgebungen eingefügt und eingearbeitet wird, die während all ihrer Bewegungen notwendig sind. Sobald die Figur positioniert ist können die Posen eingefügt werden. Am Schluss erfolgt die Feinarbeit um die Animation so echt wie möglich erscheinen zu lassen.